Sonntag, 21. August 2016

Waldlauf in Hetzbach /im Odenwald)

Heute habe ich am Waldlauf in Hetzbach im Odenwald teilgenommen (Halbmarathon).

Dieser Lauf war sowohl als vorbereitung für den Berlin Marathon, als auch für unsere Kilimanjaro Tour unter dem Motto "slow to the top" eine gute Vorbereitung. Neben der Entfernung von 21 Kilometern hat die Strecke auch ca 200 Höhenmeter zu bieten - und die ging es 2 mal rauf und wieder runter.

Mit 2:35:45 war ich - angesichts des Streckenprofils und meinen Erfahrungen bei vergangenen Läufen doch recht schnell und bin sehr zufrieden. Es hat großen Spaß gemacht.

Es waren nicht so viele Läufer da, aber diejenigen, die da waren, sind wohl an Höhenmeter gewöhnt und waren ganz schön stark - deshalb war ich heute trotz allem das erste mal das Schlusslicht. Das hat aber auch seine Vorteile, denn die Strecke ist wirklich schön, man kann sich auf sich fokusieren - und ich habe sogar offizielle Fahrradbegleitung gehabt (mit Getränke anreichen). Was für ein toller Sevice!

Donnerstag, 11. August 2016

Trockenübung am Monte Mottarone

Vom 08. bis zum 11. August habe ich - relativ spontan - ein paar Tage in Stresa am Lago Maggiore verbracht und habe praktisch aus Versehen einen kleinen Vorgeschmack auf unsere bevorstehende Kilimanjaro Tour bekommen.

Da ich von Hause aus Läufer bin schreckt es mich nicht unbedingt ab, wenn in einer Beschreibung für eine Unterkunft steht "vom Bahnhof aus müssen Sie 3 km laufen". Meine Unterkunft lag im Stadteil Levo.Ich komme also in Stresa an und laufe - mit Rollkoffer - vom Bahnhof los. "Sind ja nur 3 Kilometer".

Die Entfernung ist sicher richtig angegeben und der Blick von der Unterkunft auf den Lago Maggiore ist einfach traumhaft. Nun gibt es in Stresa allerdings den lokalen Hausberg - Monte Mottarone. Er ist rund 1.500 Meter hoch. Und natürlich liegt meine Unterkunft in Levo etwa 1/3 den Berg hoch - bei 600 Höhenmetern :-)

Wichtigste Erkenntnis: Die Entfernung in Kilometern sagt nichts über die Schwierigkeit einer Strecke aus. Das ist wichtig zu wissen, auch und gerade für den Kilimanjaro.

Ich habe ein paar sehr schöne Tage verbracht am Lago Maggiore, auf den boromäischen Inseln und am Ortasee - und bin mehrfach runter nach Stresa und wieder rauf zur Unterkunft gelaufen - und sogar noch ein bisschen höher bis zum botanischen Garten auf etwa 800 Metern Höhe.

Es hat schon auch sein Gutes, wenn die Bergbahn wegen Reparatur außer Betrieb ist. Die italienische Sonne brannte zum Teil ziemlich am Berg - also immer Wasser mitnehmen - und ein mal bin ich auch in einen richtig schönen Regenschauer mit Gewitter gekommen. Das Wasser kam geradezu die Serpentinenstraße herunter geschossen.

Aber - das waren alles gute Lektiionen für eine Bergtour. Ich freue mich auf unsere bevorstehende Kilimanjaroreise - und ich würde jederzeit wieder in diese Unterkunft gehen. 

Sonntag, 31. Juli 2016

20 km Etappe durch den darmstädter Wald

Als Vorbereitung auf den Betlin Marathon und natürlich auch als Training für unsere Kilimanjaro Tour bin ich heute 20 km durch den darmstädter Wald gelaufen.

Getreu dem Motto Slow to the top war ich relativ entspannt unterwegs was das Tempo betrifft. Ich habe gute zweieinhalb Stunden gebraucht für die Strecke.  Es ist einfach sehr warm.  Hat aber sein Gutes,  denn es kann ja nicht schaden sich schon mal an die Hitze zu gewöhnen.

Die Strecke ist sehr abwechslungsreich und knapp 100 Höhenmeter sind auch drin.  Ich wohne auf dem Berg und muss am Ende immer wohl oder übel wieder hoch.

Habe heute auch meinen neuen Trinkrucksack ausprobieren können,  den ich auch am  Kilimanjaro benutzen werde. Hat sich bis jetzt sehr bewährt. Und meine neuen Laufschuhe sind auch gut - 20 km und keine Blasen.

Sonntag, 24. Juli 2016

22 km Wanderung rund um die Wasserkuppe

Als Vorbereitung auf unsere Kilinanjaro Reise war ich heute 22 km auf einem Rundwanderweg um die Wasserkuppe unterwegs.  Insgesamt waren es auch rund 720 Höhenmeter - also durchaus als Training geeignet und eine gute Gelegenheit, die neuen Wanderschuhe einzuweihen.


Das Wetter war - bis auf die letzten 5 Minuten der Wanderung - absolut grandios.  Hat aber auch nicht geschadet, so wurden die letzten 200 Höhenmeter etwas schneller absolviert :-)

Beginn und Ende des Rundwegs war auf der Wasserkuppe.  Die Highlights der Wanderung waren die Fulda Quelle, der Schafstein mit wirklich schönem Ausblick und der Guckaisee. Dort konnte man sogar baden. Ein Teil des Weges führte auch über eine Weide und durch eine Kuhherde - das war spannend, denn es gab keinen Zaun, und die Kühe haben sich sogar streicheln lassen. Fazit: Kühe sind gar nicht lila ;-). 

Insgesamt ein toller Tag und ein wirklich schönes Training - und die Wanderschuhe haben die Einweihung bestanden.

Freitag, 8. Juli 2016

Mit Fahrrad und Fackel von Sibirien nach Rio


Den 8. Juli 2016 dürfen sich passionierte Radler ganz dick im Kalender anstreichen. Dann nämlich wird Flensburg zur Zwischenstation einer Aufsehen erregenden Tour. Eine Gruppe unermüdlicher Fahrradfahrer wird, von Sibirien kommend, über ihr Projekt „Inklusion braucht Aktion“ berichten, bevor es weitergeht in Richtung Süden. Wer mitradeln will, ist herzlich willkommen.
Im letzten Jahr war Flensburg sogar Startpunkt, als eine mitgeführte Fackel nach Rom transportiert wurde – genauer gesagt, in die Vatikanstadt, um dort den Segen des Papstes zu empfangen. 
Es wurde die Fackel, die aktuell nach Rio gebracht  wird, und eine Skulptur, die für „besonderes Engagement und Leistung für die Inklusion“ steht und ein Geschenk für den Papst ist, von Karl Grandt, dem Flensburger Stammfahrer und Projektkoordinator von Health-Media, überreicht. Anschließend wurden Fackel und Skulptur von Papst Franziskus I gesegnet. Grandt und sein Projektpate Sven Marx benötigten für die gut 1800 Kilometer zusammen mit anderen Fahrradfahrern sechs Wochen.
„Die Fahrradtour soll für das Gemeinschaftsgefühl, die Zugehörigkeit, Gleichberechtigung und Vernetzung aller Menschen mit oder ohne Handicap sensibilisieren und untereinander stärken“, betonen die Organisatoren.
Als der Paralympics-Goldmedaillengewinner und Weltmeister Sebastian Dietz am allerersten Aktionstag „Inklusion und Diversity“ (10. Mai 2014) in Frankfurt die Fackel des „Netzwerk Inklusion Deutschland“ entzündete, wurde zeitgleich die gleichnamige Tour durch Schleswig-Holstein in Flensburg beendet.
Dieses Jahr führt die Fahrt, die am 15. Mai begann, von Jekaterinburg in Sibirien über das Nordkap durch Flensburg, Paris und Lissabon nach Rio de Janeiro in Brasilien, wo die 15. Paralympischen Sommerspiele stattfinden. Eine Strecke von insgesamt 11  500 Kilometern.

Für 2017 ist im Rahmen einer Weltreise angedacht die Fackel im Weißen Haus in Washington an den künftigen Präsidenten – oder die Präsidentin – der USA zu überreichen.


Sonntag, 26. Juni 2016

Trierer Stadtlauf 2016

Am 26.06. habe ich am diesjährigen Trierer Stadtlauf teilgenommen. Das Wetter war - wie auch in Mainz schon - absolut großartig, und angesichts der großen Hitze war ich mit 2:18:18 sogar relativ schnell. Ich habe eine nette Gruppe gefunden, Mit ihr bin ich praktisch konstant das selbe Tempo durch gelaufen. Zusammen geht alles leichter!

Es hat großen Spaß gemacht. An beinahe jeder Ecke gab es Musik und die vielen begeisterten Zuschauer haben uns sehr motiviert.

Ab der nächsten Woche beginnt für mich nun das Training für den diesjäjrigen Berlin Marathon. Hoffentlich wird es nicht so heiß wie letztes Jahr. Und dann ist es auch gar nicht mehr lange bis zum Kilimanjaro. Die Vorbereitungen laufen soweit gut und ich freue mich schon.

Montag, 13. Juni 2016

Lebe für deinen Traum.. Tipps von Thomas Huber




Der Extrembergsteiger Thomas Huber
hat nicht nur ein sehr schönes Gruß-wort geschrieben sondern uns auch einige sehr gut Trainingstipps für unser geplantes Abenteuer zum Gipfel des Kilimanjaro gegeben. 


Der Kilimanjaro ist zwar eine einfache Bergwanderung aber mit seinen fast 6000m eine beachtliche Herausforderung an das Herz-Kreislaufsystem. Jedes Jahr versuchen circa 20.000 Menschen den Gipfel zu erreichen, davon schaffen es circa 45 %.

Wir wollen natürlich zu den glücklichen 40 % gehören und nehmen die Vorbereitung sehr ernst. Der wichtigste Muskel für diese Tour ist das Herz-Kreislauf System und ich habe mein Wissen aus dem Lauftraining soweit wie möglich angewendet.Thomas hat es dann in Form eines kleines Interviews und um einige entscheidende Punkte erweitert.

Frage: Wir machen jetzt anerobe Bergsprints z.b. 10 x 200 m, lange Bergläufe mit circa
500 HM. Wir findest du das ?
Thomas: Das ist absolut ausreichend!!

Frage: Wir trainieren lange Wanderungen mit 10 Kg Gepäck und circa 30 km.
Thomas: Ich würde das Gepäck weglassen, weil das geht nur auf die Knie.

Frage: Was ist deine Empfehlung als Bergprofi und geprüfter Bergführer um für untrainierte Menschen ein passendes Höhensimulationstraining zu machen ? 
Thomas: Höhensimulation gibt es nur wenn man in die Druckkammer geht!
Das wichtigste im Vorfeld ist die eigene Gesundheit, dass der Körper trainiert ist. 

Frage:Was ist deine Empfehlung zum Thema TRINKEN ? 
Thomas: Der Körper dehydriert in der Höhe viel schneller, d.h er muss so viel als geht trinken.

Aber wirklich wichtig sind diese Tipps:

Zitat Thomas: Ich selbst steh vor einer großen Expedition und das Wichtigste ist erstmal,
dass dein Ziel, das Abenteuer für dich selbst zum Lebensmittelpunkt wird. 
Das Training beginnt in dir selbst… es ist diese Neugier, die dich antreibt, du träumst davon, du lebst für die Sache, du brennst für das Ziel. 
Meines heißt Latok, eures heißt Kili. Wenn du für die Sache diese Leidenschaft entwickeln kannst, hast du schon lange mit dem „trainieren“ begonnen ((-;

Mein Training schaut jedoch bisserl anders aus… ich halte zum Beispiel nicht viel davon ewig lange Einheiten zu machen… lieber kürzer, dafür intensiver! Zum Beispiel habt ihr sicher irgendwo Treppen mit so etwa 100 Stufen.. oder so was ähnliches: Diese locker laufen… dann wieder locker runterlaufen.. aktive Erholung… dann wieder rauf… das 5 mal! Intensive Intervallmethode!

Wichtig ist den Kreislauf zu pushen! Vielleicht sogar andere Übungen mit einbauen ( Crossfit)
Auch wenn man später am Berg dann langsam unterwegs ist… ist das die Basis dafür den Körper für diese Extremsituation anzupassen.

Noch ein Tipp:
Schaut nie nach oben, sondern setzt den Focus auf den nächsten Schritt! ( all deine Qualität in die nächste Phase geben ) .. belohne dich mit dem Blick nach unten… das motiviert! Derjenige der die Treppen bzw. den Berg läuft und immer den Gipfel in Visier hat wird an der Herausforderung zerbrechen.

Manche haben sogar vor dem Ziel so viel Angst dass ihnen der Mut fehlt unten wegzugehen!!!  Also seid mutig, fangt an, Focus auf den nächsten Schritt und alles geht dann wie von selbst… und habt Freude und Spaß und erlebt den Flow!

Slow tot he Top, da liegt auch das Erfolgsgeheimniss des Kili: Viele haben keine Zeit und sie wollen diesen Berg in 3-4 Tagen besteigen ( Brechstangenmethode)… das funktioniert nicht wirklich und kaum einer kann den Gipfel wirklich genießen. Für Höhen über 5000 Meter sollte man sich mindestens 2 Wochen akklimatisieren… also je langsamer, desto besser, desto schöner das Erlebnis, Oben gewesen zu sein!!!

Was helfen kann ist pro Tag eine Aspirin Direct, das hält das Blut dünner und so akklimatisiert man schneller… aber nur verwenden wenn jemand Probleme hat. Alles weitere sollte nicht als Aufstiegshilfe sondern nur als Abstiegsmittel eingenommen werden.!!!

Viel Spaß und scheene Zeit
Euer Thomas Huber